Jetzt · verbindet sich per WebRTC mit deinem Smartphone Ausgabe 04 · 2026 Kostenlos designen · 19,99 €/Monat zum Veröffentlichen
Screenshotify
Anleitung · Lokalisierung

Screenshot-Lokalisierung: die Stellen, an denen maschinelle Übersetzung versagt.

Kurzfassung. Übersetze Untertitel, keine Markennamen. Achte auf den starken Zeichenanstieg bei Deutsch und Russisch (Text wird 30–50 % länger). Rechts-nach-links-Sprachen (Arabisch, Hebräisch) brauchen gespiegelte Layouts. Japanisch und Chinesisch sind kompakter — Untertitel können kleiner werden. Überprüfe die Lokalisierungen deiner wichtigsten Märkte immer manuell; den Rest kannst du automatisch übersetzen lassen.

Die 39 App-Store-Lokalisierungen

Apples App Store Connect akzeptiert Screenshots in 39 Lokalisierungen: Arabisch, Katalanisch, Chinesisch (Vereinfacht), Chinesisch (Traditionell), Kroatisch, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, vier englische Regionen, Finnisch, zwei Französisch-Varianten, Deutsch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Ungarisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Malaiisch, Norwegisch, Polnisch, zwei Portugiesisch-Varianten, Rumänisch, Russisch, Slowakisch, zwei Spanisch-Varianten, Schwedisch, Thailändisch, Türkisch, Ukrainisch, Vietnamesisch. Screenshotify unterstützt sie alle mit Ein-Klick-KI-Übersetzung — aber die automatische Übersetzung ist ein Ausgangspunkt, nie das Endergebnis.

Wo maschinelle Übersetzung scheitert

  • Markennamen und Produktbezeichnungen („Inbox Zero“, „Habit Streak“, „Pro Mode“) werden oft wörtlich in seltsam klingende zusammengesetzte Nomen übersetzt. Halte sie immer in der Originalsprache und schließe sie von Übersetzungsläufen aus.
  • Imperativformen in CTAs. „Tap to start“ kann im Japanischen in eine höfliche Imperativform übersetzt werden, die in App-UIs niemand verwendet. Der native Ton für App-CTAs ist oft informell; maschinelle Übersetzung wählt standardmäßig die formelle Form.
  • Pluralformen. „3 tasks“ funktioniert im Englischen; auf Polnisch, Russisch und Arabisch hängt die Pluralform von der Zahl ab. Generische Übersetzung scheitert hier stillschweigend.
  • Genusbestimmung. Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch — bei der automatischen Übersetzung wird das Genus geraten. „Willkommen, Nutzer“ kann als Maskulinum landen, wenn deine Zielgruppe überwiegend weiblich ist.

Zeichendichte pro Sprache

Derselbe Untertitel, unterschiedliches visuelles Gewicht je nach Lokalisierung:

  • Deutsch, Russisch, Ukrainisch, Ungarisch, Finnisch: +30–50 % Zeichenanzahl im Vergleich zu Englisch. Wörter lassen sich kaum umbrechen. Für diese Lokalisierungen Schriftgröße reduzieren oder Untertitel kürzen.
  • Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch: +10–20 %.
  • Chinesisch (Vereinfacht/Traditionell), Japanisch, Koreanisch: −30–50 %. Untertitel wirken dünn, wenn du das englische Layout beibehältst; nutze eine dichtere Typografie.
  • Thailändisch: Keine Worttrennzeichen. Verlasse dich nicht auf Wortumbruch per CSS — gestalte für natürliche Zeilenumbrüche.
  • Arabisch, Hebräisch: Rechts-nach-links-Leserichtung. Spiegle die Ausrichtung der Untertitel (rechtsbündig), aber Geräterahmen und dekorative Elemente behalten ihr visuelles Layout — nur der Textfluss wird gespiegelt.

Schriftunterstützung

Der System-Schrift-Stack deckt die meisten Lokalisierungen von Haus aus ab, aber achte auf Folgendes:

  • Eigene Schrift in deinen Untertiteln? Prüfe, ob sie das Schriftsystem der Lokalisierung enthält. Den meisten Marketing-Schriften fehlen Arabisch, Hebräisch, Devanagari (Hindi), Thailändisch und die meisten CJK-Glyphen.
  • Inter (die Standardschrift in Screenshotify) deckt Lateinisch, Kyrillisch, Griechisch und Vietnamesisch ab. Für Arabisch, Hebräisch, Hindi, Thailändisch und CJK wird auf Systemschriften zurückgegriffen. Screenshotify erledigt das automatisch.
  • Faux Bold und Faux Italic bei fehlenden Schriftschnitten sehen in CJK und Arabisch schrecklich aus. Entweder du lieferst die richtige Schriftstärke oder du wechselst für diese Lokalisierungen die Schrift.

Eine ehrliche Abstufung der Lokalisierungen

Realistisch betrachtet investieren die meisten Apps zu viel in manche Lokalisierungen und zu wenig in andere. Eine sinnvolle Priorisierung:

  • Manuell prüfen: en-US, deine Heimatlokalisierung sowie die 2–3 Lokalisierungen, die deine wichtigsten Nicht-Englisch-Märkte ausmachen (bei globalen Apps oft Japanisch, Deutsch, Brasilianisches Portugiesisch, Spanisch).
  • Automatisch übersetzen + Stichprobe: die verbleibenden 30+ Lokalisierungen. Überflieg jede kurz im Sprachumschalter des Editors und behebe offensichtliche Fehler.
  • Ganz weglassen: Apple erlaubt es, Lokalisierungen leer zu lassen; der Fallback ist deine Standardsprache. Eine Lokalisierung wegzulassen, die du nicht prüfen kannst, ist ehrlich gesagt besser als schlechten Text darin auszuliefern.

Im Editor übersetzen → KI-Übersetzungsfunktion